Verfassungsschutz Brandenburg trauert um Dirk Wilking

Der Verfassungsschutz Brandenburg trauert um den langjährigen Geschäftsführer des Brandenburgischen Instituts für Gemeinwesenberatung (demos), Dirk Wilking. Der brandenburgische Verfassungsschutz hat einen Kritiker und Freund verloren. Über viele Jahre konnte die Behörde von seinem Wissen, seiner Klugheit, seinem feinen Gespür für Veränderungen, seiner Gestaltungskraft und seiner weit herausragenden Persönlichkeit profitieren. Herr Wilking hat immer wieder mit viel Nachdruck vom Verfassungsschutz gefordert, dass dieser seine Erkenntnisse mit der Öffentlichkeit teilt. Für ihn war der Verfassungsschutz nur dann sinnvoll, wenn er als Partner der Zivilgesellschaft die Öffentlichkeit informiert.

Doch er forderte das nicht nur. Er wirkte daran selbst mit. Gerade deshalb gelang es, über Jahre eine wichtige Kooperation mit Leben zu füllen. So konnten die Koordinierungsstelle der Landesregierung „Tolerantes Brandenburg“, der Städte- und Gemeindebund, der Landkreistag, die Polizeihochschule sowie die Brandenburgische Kommunalakademie zusammen mit Dirk Wilkings Institut und dem Verfassungsschutz seit dem Jahr 2008 insgesamt 47 ganztägige Veranstaltungen für etwas mehr als 2.200 kommunale Entscheidungsträger anbieten. Große Verdienste und bundesweite Anerkennung hat sich Herr Wilking ebenfalls mit seinem Engagement in der Aufklärungsarbeit zum Thema Reichsbürger erworben. Das von ihm dazu herausgegebene Handbuch ist inzwischen in dritter Auflage erschienen. Der brandenburgische Verfassungsschutz konnte hierdurch viel von Herrn Wilking lernen, gleichzeitig lud er die Behörde ein, an dem Buch mitzuwirken. Für den Verfassungsschutz war das eine große Ehre.

Der brandenburgische Verfassungsschutz spricht den trauernden Angehörigen sein Mitgefühl aus und wird Herrn Dirk Wilking in ehrenvoller Erinnerung behalten. Die Behörde steht in der Pflicht, ihre Arbeit so fortzusetzen, wie es Herr Wilking von ihr verlangte - als Kritiker und Freund.


eingestellt am 03.01.2020