Punk-Band „Slime“ indiziert

Hass-Musiker rufen zu Gewalt gegen Polizisten auf

Bis vor Kurzem konnte die Punk-Band "Slime" unbehelligt Polizisten als „Bullenschweine“ beleidigen und zu Gewalt aufrufen. Damit ist jetzt Schluss.

„Slime“ gehören zu jenen Hass-Musikern, die auf Kinder und Jugendliche verrohend wirken. Diese Feststellung beruht auf einer Entscheidung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Sie ist damit einem Antrag des Landeskriminalamtes Brandenburg auf Indizierung der CD "Slime 1" gefolgt. Der Tonträger ist nun als „schwer jugendgefährdend“ eingestuft und wird zusätzlich als strafrechtlich relevant bezeichnet.

Volksverhetzung ist laut Strafgesetzbuch dann gegeben, wenn zum Hass gegen Teile der Bevölkerung oder gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe aufstachelt wird.

Eine Indizierung zieht Konsequenzen nach sich. Werbung für solche Tonträger ist von nun an verboten. Minderjährigen dürfen diese nicht zugänglich gemacht werden. Das gilt auch für Internetangebote. Entsprechende Regelungen sind im Jugendmedien-Staatsvertrag festgelegt. Verstöße können Verfahren mit einer Geldbuße von bis zu 500.000 Euro nach sich ziehen. Auch Strafverfahren mit Freiheitsstrafen sind möglich

Innenminister Dietmar Woidke begrüßt die Indizierung der Punk-Band "Slime": "Der Song 'Bullenschweine' ist ein wirklich widerliches Beispiel für Hass in der Musik. Ich bin deshalb froh, dass das Landeskriminalamt mit seinem Indizierungsantrag Erfolg hatte."


eingestellt am 27.06.2011