Proliferation - ein aktuelles Sicherheitsproblem

Auf der Website des Verfassungsschutzes Brandenburg ist ab sofort eine weitere Broschüre zu finden. Unter dem Titel "Proliferation - das geht uns an!" informiert sie über die Gefahren, die durch die unkontrollierte Weitergabe konventioneller atomarer, biologischer und chemischer Waffen für die Menschheit entstehen.

Wer ist daran interessiert, solche Waffen oder die zu ihrer Herstellung nötigen Produkte zu erlangen? Vor allem solche Länder, die ihre Probleme militärisch lösen wollen, zur Entwicklung und Herstellung der genannten Massenvernichtungswaffen aber nicht selbst in der Lage sind. Deshalb beschaffen sie sich die gewünschten Güter durch illegalen Handel (Proliferation).

Aber auch internationale Terrornetzwerke wie "Al-Qaida" suchen nach geheimen Wegen, um in den Besitz solcher Massenvernichtungswaffen zu kommen.

Für Proliferationsgeschäfte schalten interessierte Länder häufig ihre Nachrichtendienste ein. Mit Hilfe von konspirativ arbeitenden Beschaffungsnetzen versuchen diese, die strengen Ausfuhrgesetze und die wirksamen Exportkontrollen in den Industrienationen zu umgehen.

Die Bundesrepublik Deutschland gehört als ein wirtschaftlich starker Staat zu den bevorzugten Zielen von Proliferationsabsichten. Um dieser Gefahr begegnen zu können, sind nicht nur die Sicherheitsbehörden gefragt. In Unternehmen und Forschungseinrichtungen selbst muss der Blick für den möglichen Missbrauch bestimmter Güter geschärft werden. Die in der Broschüre als Ansprechpartner genannten Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder bieten dazu ihre Hilfe an.

Der folgende Link führt direkt zur Broschüre.